Das erste Septemberwochenende hat alle Fahrtensegler besonders verwöhnt. Wer sich auf seine Windapp verlassen hatte und angesichts der prognostizierten 2 Knoten Windgeschwindigkeit zuhause geblieben ist, hat einen schönen Spätsommertag auf dem See verpasst.

Der Sommer 2026 wird uns insgesamt als außergewöhnliche Segelsaison in Erinnerung bleiben. Von Juni bis August wurden rund um den Bodensee rekordverdächtig viele Sonnenstunden registriert. Friedrichshafen kam auf rund 915, Konstanz auf etwa 925 Sonnenstunden – gut ein Drittel mehr als im langjährigen Mittel. Damit zählen wir bis zum 6. September bereits 84 Sommertage mit mindestens 25 °C und 47 heiße Tage mit mindestens 30 °C.

Auf dem Wasser waren die Bedingungen abwechslungsreicher. Die über längere Zeit stabilen Hochdrucklagen brachten häufig schwache oder wechselnde Winde. Dazwischen sorgten thermische Winde, Wetterwechsel und einzelne Frontdurchgänge immer wieder für mehr Bewegung auf dem See. Die Daten von Altenrhein spiegeln diese unterschiedlichen Wetterlagen gut wider: Zwar gab es zahlreiche Tagen mit kräftigeren Böen; das bedeutete aber nicht unbedingt gleichzeitig einen beständigen Grundwind. Im Juni wurden beispielsweise Böen bis 83 km/h, im Juli ebenfalls bis 83 km/h und im August bis 76 km/h registriert.

Jetzt genießen wir den Spätsommer: klare Sicht über den See und die Berge und – mit etwas Glück – noch viele schöne Stunden auf dem Wasser.

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