Deutscher Segler startet erfolgreich bei der La Solitaire du Figaro Paprec

 

Jens Meiser vom Yachtclub Langenargen hat gemeinsam mit dem neuseeländischen Co-Skipper Oakley Marsh beim Défi Paprec 2026 für Aufmerksamkeit gesorgt. Das deutsch-neuseeländische Team belegte auf der Figaro 3 „Chipmunk“ den zweiten Platz der ersten Etappe von Perros-Guirec nach Vigo in Spanien.

 

Die 610 Seemeilen lange Strecke führte die Teams durch den Ärmelkanal über Wolf Rock und durch die anspruchsvolle Biskaya bis nach Galicien. Die La Solitaire du Figaro Paprec gilt seit Jahrzehnten als eine der härtesten und renommiertesten Offshore-Regatten Europas. Gesegelt wird auf identischen Figaro-3-Yachten, wodurch Taktik, Wetterrouting, Ausdauer und Schlafmanagement entscheidend sind

 

Nach mehreren Tagen harten  Offshore-Segeln entwickelte sich auf den letzten Meilen ein außergewöhnlich enger Zieleinlauf. Nach rund 600 Seemeilen lagen die ersten drei Teams innerhalb von nur etwa 9 Meilen auseinander. Meiser und Marsh verteidigten nach einem 40 Meilen Matchrace  Rang zwei mit ganzen 18 Sekunden Vorsprung auf das drittplatzierte Team den ehemaligen Olympiasieger Ivica Kostelić.

 

Für Jens Meiser war die Teilnahme ein besonderer Meilenstein:

„Die Figaro-Klasse ist kompromisslos ehrlich. Jeder Fehler kostet sofort. Genau das macht diese Regatta so faszinierend.“

 

Der junge Neuseeländer Oakley Marsh zählt zu den internationalen Nachwuchsseglern, die zunehmend den Weg in die traditionell stark französisch dominierte Figaro-Szene finden. Gemeinsam startete das Team im Rahmen des Défi Paprec, der Zweihandwertung innerhalb der berühmten Solitaire du Figaro Paprec.

 

Die Regatta gilt als Talentschmiede zahlreicher späterer Vendée-Globe- und IMOCA-Segler. Die Bedingungen während der ersten Etappe verlangten den Teilnehmern alles ab: Starke Fronten mit Böen bis 44kn, dichter Schiffsverkehr im Ärmelkanal, schwache und wechselnde Winde vor Kap Finisterre sowie extreme mentale Belastung durch minimale Schlafphasen.

 

Mit dem Podiumsplatz setzte das Team Meiser/Marsh ein deutliches Zeichen in einem internationalen Teilnehmerfeld und zeigte, dass auch Außenseiter in der Figaro-Szene vorne mitsegeln können.

 

Bilder zur Story